Unabhängiges Nachschlagewerk zum Angeln. Wir verkaufen keine Ausrüstung und veranstalten keine Wettkämpfe. Fangbegrenzungen, Schonzeiten und erlaubte Angelplätze prüfen Sie bitte in den Fischereivorschriften Ihrer Region.

Technik

Technik

Angeltechnik besteht aus wenigen einfachen Handgriffen: werfen, den Köder natürlich anbieten, rechtzeitig anschlagen und den Fisch ruhig landen. Dazu kommt die Fähigkeit, ein Gewässer zu lesen – also zu erkennen, wo sich Fische aufhalten könnten. In dieser Rubrik finden Sie die wichtigsten Techniken, allgemein beschrieben, und Regeln für das schonende Zurücksetzen von Fischen.

Die meisten Fische gehen nicht wegen des Fisches verloren, sondern wegen der Hektik. Ruhige Hände fangen mehr.

— Aus der Redaktion

So ist diese Rubrik aufgebaut: Hier stehen Techniken, die den meisten Angelmethoden gemeinsam sind. Feinheiten einzelner Disziplinen und Wettkampfanforderungen finden Sie in den Regeln der Sportart.

Wurf und Köderpräsentation

Wie Sie Köder dorthin bringen, wo die Fische sind – und zwar auf natürliche Weise.

Überkopfwurf

Wofür
Grundwurf beim Posen-, Feeder- und Spinnfischen

Die Rute wird nach hinten geführt und gleichmäßig beschleunigt nach vorn gebracht; im richtigen Moment wird die Schnur freigegeben. Genauigkeit ist wichtiger als Weite.

Tipp: Schauen Sie sich vor dem Wurf um: Sind hinter Ihnen Menschen, Äste oder Leitungen?

Seitwurf

Wofür
Angeln unter überhängenden Ästen und bei Wind

Die Rute bewegt sich seitlich, nahe am Wasser. So lässt sich der Köder unter Büsche bringen, und der Wind wirkt weniger.

Tipp: Setzen Sie ihn ein, wenn Bäume über Ihnen stören – achten Sie aber auf Ihre Nachbarn am Ufer.

Köder mit der Strömung treiben lassen

Wofür
Posenangeln und Fliegenfischen im Fluss

Der Köder soll mit der Geschwindigkeit der Strömung treiben, wie natürliche Nahrung. Die Schnur darf ihn nicht zur Seite ziehen.

Tipp: Korrigieren Sie die Schnur auf dem Wasser (Mending), damit sie Pose oder Fliege nicht überholt.

Köderführung

Wofür
Spinnfischen und Eisangeln mit dem Blinker

Tempo, Pausen und Rucke lassen den Köder lebendig wirken. Verschiedene Fischarten reagieren auf unterschiedliche Führung.

Tipp: Bleiben Bisse aus, ändern Sie zuerst Tempo und Pausen und erst dann den Köder.

Anhieb und Drill

Der Moment, in dem der Fisch am Haken hängt, ist der entscheidende.

Anhieb

Wofür
Haken des Fisches nach dem Biss

Eine kurze, entschlossene Rutenbewegung, damit der Haken greift. Kraft und Zeitpunkt hängen von Gerät und Methode ab.

Tipp: Reißen Sie die Rute nicht mit aller Kraft hoch: Eine feine Montage hält das nicht aus.

Drill

Wofür
Den Fisch zum Ufer, Boot oder Eisloch führen

Die Rute wird im Winkel gehalten, damit sie Rucke abfedert; bei starken Fluchten arbeitet die Rollenbremse. Der Fisch wird ermüdet, nicht mit Gewalt herangezogen.

Tipp: Richten Sie die Rute nicht direkt auf den Fisch: So kommt es am leichtesten zum Schnurbruch.

Keschern und Abhaken

Wofür
Abschluss des Drills

Große Fische werden mit dem Kescher gelandet, kleine vorsichtig mit der Hand. Der Haken wird sofort gelöst, möglichst ohne den Fisch lange aus dem Wasser zu nehmen.

Tipp: Halten Sie den Hakenlöser griffbereit – Sie brauchen ihn genau dann, wenn der Fisch am Ufer ist.

Ein Gewässer lesen

Wo man Fische sucht – allgemein beschrieben, ohne Bezug auf bestimmte Gewässer.

Tiefe und Kanten

Tiefenunterschiede – Kanten, Löcher, Flachstellen – ziehen oft Fische an. Erkunden Sie das Bodenprofil mit einem Lotblei oder, falls vorhanden, einem Echolot und notieren Sie die Kanten im Fangbuch.

Training

Strömung

Im Fluss stehen Fische oft dort, wo sich die Strömung ändert: hinter Hindernissen, an der Grenze zwischen schnellem und langsamem Wasser. Die Strömung trägt Nahrung heran und bestimmt, wie Sie den Köder anbieten.

Pflanzen und Totholz

Wasserpflanzen, Schilf und versunkenes Holz bieten Fischen Deckung und Nahrung. Dort beißt es öfter, aber es gibt auch mehr Hänger. Im Winter gilt: An Schilf und Totholz ist das Eis oft dünn.

Fragen und Antworten

Wetter und Tageszeit

Die Aktivität der Fische ändert sich im Tagesverlauf und mit dem Wetter. Notieren Sie Bisszeiten und Wetter – nach einer Saison erkennen Sie die Muster Ihres Gewässers.

Training

Catch and Release: so geht es richtig

  • Befeuchten Sie die Hände, bevor Sie den Fisch anfassen – trockene Hände beschädigen seine Schleimhaut
  • Lösen Sie den Haken schnell, mit einem Hakenlöser
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit widerhakenlose Haken – sie lassen sich leichter lösen
  • Halten Sie den Fisch nicht lange außerhalb des Wassers; fotografieren Sie zügig
  • Setzen Sie den Fisch behutsam ins Wasser zurück, werfen Sie ihn nicht
  • Beachten Sie: Nach russischem Recht darf ein lebend gefangener Fisch zurückgesetzt werden, sofern die Fischereivorschriften nichts anderes bestimmen. In anderen Ländern gelten eigene Regeln – informieren Sie sich vor Ort
  • Training

    Wie Sie sich auf die Saison vorbereiten, welche Fertigkeiten Sie üben und was ins Fangbuch gehört.

  • Ausrüstung

    Ruten, Rollen, Montagen und Sicherheitsausrüstung – wofür sie dienen und wie man ohne Ranglisten auswählt.

  • Disziplinen und Angelarten

    Sommer- und Winterdisziplinen des Sportangelns und die wichtigsten Arten des Freizeitangelns.

Quellen

  • Föderales Gesetz Nr. 475-FZ „Über die Freizeitfischerei“ (Russland)
  • Fischereivorschriften der Fischereibecken (Landwirtschaftsministerium Russlands)
  • Sportministerium Russlands – Regeln der Sportart „Sportangeln“
  • EMERCOM Russlands – Merkblätter zur Sicherheit auf dem Eis und am Wasser

Fangbegrenzungen, Schonzeiten und erlaubte Angelplätze legen die Fischereivorschriften des jeweiligen Gebiets fest, den Ablauf von Wettkämpfen die Regeln der Sportart und die Ausschreibungen. Die hier beschriebenen Vorschriften gelten in Russland; anderswo gelten andere Regeln. Prüfen Sie vor dem Angeln die aktuellen örtlichen Bestimmungen und Erlaubnisse.